Impulse · Hoffnung · Vertrauen · Gerechtigkeit
Zwei Seiten einer Münze
Jesus nennt die Armen, Hungernden und Weinenden glücklich – und warnt die Reichen und Satten. Nicht als Drohung, sondern wie eine Mutter, die ihr Kind schützen will.
Marek Stejskal ·
Die Frage aus dem Leben
Worauf baue ich mein Leben – und was trägt wirklich?
Aus der Bibel
Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen.
Die ganze Geschichte: Lukas 6,20–26 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab)
Impuls
Jesus beginnt seine Feldpredigt mit den Seligpreisungen. Glücklich nennt er die Armen, die Hungernden, die Weinenden und jene, die wegen ihres Glaubens ausgeschlossen und verspottet werden. Er stellt sie in die Mitte und verspricht ihnen Trost – eine Umkehrung dessen, was in der Welt sonst zählt. Wer arm ist, ist in Gottes Augen wertvoll; wer weint, wird wieder lachen.
Gleich danach folgen Warnungen an die Reichen, die Satten, die Unbekümmerten und die Bejubelten. Droht Jesus ihnen? Eher nicht. Er warnt, so wie eine Mutter ihr Kind warnt, das mit dem Feuer spielt: Sie will nicht strafen, sie will schützen. Wer darauf vertraut, dass rücksichtsloser Reichtum, Luxus, Egoismus und Ruhm ein erfülltes Leben bringen, landet am Ende leicht in Leere und Lieblosigkeit.
Seligpreisungen und Warnungen sind wie zwei Seiten einer Münze. Beide laden ein, das eigene Leben vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen – dorthin, wo das Herz erfüllt, friedlich und geborgen sein kann.
Zum Nachdenken
Worauf setzt du, wenn du an ein erfülltes Leben denkst?
Nimm dir einen Moment. Du musst die Antwort niemandem zeigen.
Ein kleiner Schritt
Lies die Seligpreisungen und die Warnungen (Lukas 6,20–26) nebeneinander und schreib dir den Satz auf, der dich heute am meisten anspricht.
Gemeinsam weiter
Diese Geschichte lässt sich auch in einer Gruppe entdecken – zum Beispiel im BibelTeilen.
BibelTeilen
Gemeinsam lesen, bei einzelnen Worten verweilen und einander erzählen, was uns anspricht.