Impulse · Nächstenliebe · Gerechtigkeit

Der Arme vor der Tür

Ein reicher Mann sieht täglich einen kranken, hungrigen Menschen vor seiner Tür – und tut nichts. Jesus erzählt davon nicht, um zu drohen, sondern um zu warnen.

Marek Stejskal ·

Lukas 16,19–31 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab)

Die Frage aus dem Leben

Sehe ich die Not, die direkt vor meiner Tür liegt?

Aus der Bibel

Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.

Lukas 16,19–21 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab) · Einheitsübersetzung 2016

Die ganze Geschichte: Lukas 16,19–31 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab)

Impuls

Diese Geschichte richtet sich besonders an Menschen, die im Überfluss leben. In seiner Barmherzigkeit warnt Jesus sie, damit sie nicht denselben Weg gehen wie der reiche Mann.

Der Reiche sieht Lazarus – krank, hungrig, leidend – und tut nichts. Er verschliesst Augen und Herz. Nach dem Tod sind die Rollen vertauscht.

Die Geschichte lädt ein, das eigene Verhalten anzuschauen: Sehe ich die Not um mich herum, in meiner Nachbarschaft, meiner Stadt, meinem Land? Nutze ich meine Möglichkeiten zu helfen – mit Zeit, Geld, Mitgefühl oder Gebet? Bin ich bereit, meinen Überfluss zu teilen? Wahre Frömmigkeit zeigt sich nicht nur im Gebet, sondern auch in der Liebe zum Nächsten.

Zum Nachdenken

Wo hast du in letzter Zeit weggeschaut?

Nimm dir einen Moment. Du musst die Antwort niemandem zeigen.

Ein kleiner Schritt

Teile heute etwas von deinem Überfluss – Zeit, Geld oder ein offenes Ohr – mit jemandem, der es braucht.

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