Impulse · Mut · Gerechtigkeit · Frieden

Wenn Jesus wütend wird

Der Tempel ist zum Markt geworden, und Jesus wird wütend. Ist Wut also immer schlecht?

Marek Stejskal ·

Johannes 2,13–17 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab)

Die Frage aus dem Leben

Darf ich wütend sein – und was mache ich mit meiner Wut?

Aus der Bibel

Er machte eine Geissel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern; das Geld der Wechsler schüttete er aus, ihre Tische stiess er um und zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

Johannes 2,15–16 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab) · Einheitsübersetzung 2016

Die ganze Geschichte: Johannes 2,13–17 – auf Bibleserver lesen (öffnet in neuem Tab)

Impuls

Man stelle sich vor, man kommt an einen Ort, um zu beten und Ruhe zu finden – und dort wird laut gehandelt, verkauft und Geld gemacht. So erlebt Jesus den Tempel, den wichtigsten Ort, um mit Gott zu sprechen. Er will, dass er wieder ein Ort für Gebet und Frieden ist, wird wütend und treibt die Händler hinaus. Seine Wut richtet sich nicht gegen die Menschen, sondern gegen das, was sie falsch machen.

Wut ist nicht immer schlecht. Wer sieht, wie jemand gemobbt wird, kann aus der Wut den Mut schöpfen, etwas zu sagen oder zu helfen. Wer sich über Müll auf der Strasse ärgert, kann selbst aufräumen. Das ist gute Wut. Schlechte Wut schlägt zu oder beschimpft – sie verletzt und macht alles schlimmer.

Was hilft: kurz innehalten, mit jemandem darüber reden, nicht gemein oder gewalttätig werden, sondern die Energie nutzen, um freundlich und mutig für das Richtige einzustehen. So kann Wut die Welt ein kleines Stück besser machen.

Zum Nachdenken

Was macht dich wütend – und was Gutes könnte daraus entstehen?

Nimm dir einen Moment. Du musst die Antwort niemandem zeigen.

Ein kleiner Schritt

Wenn du heute wütend wirst, halte kurz inne und frag dich: Wie kann ich diese Kraft für etwas Gutes nutzen?

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